Der Vertrag von Versailles veränderte nach dem Ersten Weltkrieg die Landkarte Europas radikal. Polen, ein „alter“ europäischer Staat (Königreich seit 1025), erlebte am 11.11.1918 seine „Wiederauferstehung“, nachdem es 1795 von Preußen, Russland und Österreich von der Landkarte gelöscht worden war. Die Polen, die 1683 noch maßgeblich Wien (und damit Mitteleuropa) vor der Einnahme durch die Türken bewahrt hatten, erhielten also nach 123 Jahren der staatlichen Nicht-Existenz wieder einen eigenen Staat und damit die staatliche Souveränität.
Äußerst umstritten war die Grenzziehung zwischen dem „neuen“ Polen und dem Deutschen Reich: Der Versailler Vertrag sah unter anderem für zwei Gebiete an den Grenzen Ostpreußens Volksabstimmungen vor. Die Abstimmungsgebiete Marienwerder in Westpreußen entlang der Weichsel und Allenstein in Masuren, zu dem auch der Kreis Oletzko mit der Kreisstadt Marggrabowa zählte, wurden unter die Kontrolle des Völkerbundes gestellt. Hier durften deshalb z.B. nicht mehr deutsche Briefmarken verwendet werden.
Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: Vor 90 Jahren - Die Volksabstimmung im Juli 1920 in Ostpreußen http://www.suite101.de/content/vor-90-jahren---die-volksabstimmung-im-juli-1920-in-ostpreussen-a92969#ixzz1602J1DQj
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