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 Geld = Macht -> Wer hat die Hosen an?

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BeitragThema: Geld = Macht -> Wer hat die Hosen an?   Mo Nov 02, 2009 6:59 pm

"Die Geschichte der Deutschen Bundesbank ist eng mit der
[Währungs-]geschichte Deutschlands nach Ende des Zweiten Weltkriegs
verbunden. Angesichts der völligen Zerrüttung der deutschen Währung
nach dem Krieg wurde eine Währungsreform erforderlich. Dabei trat in
den westlichen Besatzungszonen einschließlich West-Berlins am 21. Juni
1948 die Deutsche Mark an die Stelle der praktisch wertlosen Reichsmark.
Die Währungsreform basierte auf Gesetzen der alliierten
Militärregierung. Zur Vorbereitung errichteten die Westmächte in ihren
Besatzungszonen ein neues, zweistufiges Zentralbanksystem, das in
seinem streng föderativen Aufbau das Federal Reserve System der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) zum Vorbild hatte." (http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Bundesbank)

"Das Federal Reserve System ist das Zentralbank-System der Vereinigten Staaten, das allgemein auch US-Notenbank genannt wird. Es besteht aus dem Board of Governors, zwölf regionalen Federal Reserve Banks und einer Vielzahl von Mitgliedsbanken und anderen Institutionen. Da die Mitgliedsbanken gleichzeitig die Eigentümer der Federal Reserve sind, das Direktorium aber vom Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt wird, ist das Federal Reserve System teils privat und teils staatlich strukturiert." http://de.wikipedia.org/wiki/Federal_Reserve_System

"I believe that banking institutions are more dangerous to our liberties than standing armies." (Ich glaube dass Finanzinstitute gefährlicher als ein stehendes Heer sind)

THOMAS JEFFERSON 1743 - 1826

Solange dieser Tumor unser tägliches Leben bestimmt (und das tut er), bleiben die Ideale Preußens für immer reine Utopie. Geschichte wird von Banken gemacht. Sie bestimmen was in die Bücher geschrieben (werden) wird.

Die vorbildliche Finanzpolitik Preußens war ein tragender Pfeiler des Landes und ein Dorn in den Augen derer, die ein Volk mittels künstlicher Schulden zu kontrollieren versuchen.

Ob der Euro morgen kollabiert oder nicht, ist völlig egal. Einzig die realen Verbindlichkeiten zählen.

Hat jemand eine Idee, mit welchem Skalpell dieses Übel entfernt werden kann?
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BeitragThema: Re: Geld = Macht -> Wer hat die Hosen an?   Mo Nov 02, 2009 7:45 pm

Hallo Barbarossa,

willkommen im Club! Schön von Dir zu hören. Das Problem haben wir beide ja schon erörtert. Ich dachte Du kennst das Skalpell.
Aus meiner Sichtweise ist die Zirkulation des Geldes, verbunden mit der physikalischen Menge das Problem. Da das Verhältnis von der Summe der Waren und Dienstleistungen nicht mehr mit der Menge der auf dem Papier versicherten Volumina identisch ist, wird über kurz oder lang eine Angleichung erfolgen. Wenn das international erfolgt (daran arbeiten eine Menge Leute - auch in den Bric -Staaten), führt das zu internationalen Verwerfungen.
Das ist dann der Zeitpunkt das Skalpell namentlich zu benennen.
Jeder ist gut beraten sich auf diesen Moment gut vorzubereiten (privat und im Sinne von Preußen).
Bleib am Ball. Auch in unserer Sache.
Gruß
Otto
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BeitragThema: Re: Geld = Macht -> Wer hat die Hosen an?   Mo Nov 02, 2009 8:19 pm

Dankie Dankie, ich habe das Video zum Thema gefunden. Wahrscheinlich hast Du es schon gesehen.

http://video.google.com/videoplay?docid=8415351670267173334&ei=SyrvSvPGMs35lAfdg9ChAg&q=wem+geh%C3%B6rt+deutschland&hl=de

Die Verwerfungen der Finanzmärkte allein reichen nicht aus. Die Wurzeln des Übels sitzen viel zu tief. Mitgliedsländer des GATT und IMF können sehr leicht von außen beeinflußt werden. Man benötigt eine gesunde, alternative Institution. Ohne eine konkrete Lösung für dieses Problem, baut man ein Haus ohne Fundament.

Bei einem schweren Wirtschaftsbeben wanken vielleicht die Tribünen im Bundestag und im Bundesrat aber solange Frankfurt als verlängerter Arm der Angelsachsen steht, passiert da nichts.

Ob ich einen Kredit zu EUR 300 000 zu laufen habe aber nur EUR 1000 verdiene oder ob ich einen Kredit zu Welttaler 30 000 zu laufen habe und nur Welttaler 100 verdiene, spielt bekanntlich keine Rolle. Lediglich der Nominalwert verändert sich.

Deutschlands Strategie der Währungsverwässerung, um die Schulden abzuzahlen, ist nach 1945 durch die Währungsreform ausgehebelt worden. "Arschkarte" ... einfach eine neue Währung festgelegt und die alten Schulden + neue an sie angepasst. Voila, und weiter geht der Spaß.

Die Frage ist, wie man dieses System reformieren kann.
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BeitragThema: Re: Geld = Macht -> Wer hat die Hosen an?   Mo Nov 02, 2009 8:27 pm

Hallo auch von mir ein Herzliches willkommen .




Ja das Skalpell ist in meinen Augen ein neuer (Alter) Staat .

Ich habe was das angeht keine Ahnung ,aber die Lösung ist , Banken nur unter demokratische Führung stellen .

Staatsbanken !!!

nicht nur im Reich !!!

das Volk sagt welche Zinsen ok sind , der Gewinn geht zu Gunsten des Volkes .

Nicht in die Taschen der Bänker .

Für (zusätzliche ausgaben ) im sozialem .

Eine neue Währung für DR FR SU ?




Gruß kabelhack

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BeitragThema: Re: Geld = Macht -> Wer hat die Hosen an?   Mo Nov 02, 2009 8:48 pm

Zuerst zum jetzt: Wenn eine Bank Geld in den Dimensionen an einen Kreditnehmer verleiht und der nicht zurück zahlen kann, gehen beide unter. Das haben wir gerade in der Praxis gesehen. Da international alle auf verschiedenem Niveau "zocken", sind starke Verwerfungen programmiert.

In Preußen hat das mal ganz gut funktioniert, wenn die Staatsausgaben kontrolliert werden. Die Lizenz zum Gelddrucken bleibt aber beim Staat (wird kontrolliert) und nicht bei der Bank (Geldmengengesetz)!! Die Bank ist privatwirtschaftlich tätig. Die Währung, wenn sie gesund sein soll, hat eine Golddeckung (sagen wir mal mindestens zu 50 %). Die Bank darf nur Kredite ausreichen bis 40 % Eigenkapital. Die Kosten der Bank (Personal usw) werden durch den Zins gesichert (Mehrwert). Das Gewinnstreben vieler Genossenschaftsbanken z.bsp. hält sich in Grenzen (denken wir mal an die gute Raiffeisenbank oder Volksbank). Der Höchst-Zins wird festgeschrieben. Gewinn ist zu versteuern.
Das wäre doch schon mal ein Anfang.
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BeitragThema: Re: Geld = Macht -> Wer hat die Hosen an?   Mo Nov 02, 2009 8:59 pm

Vielen Dank!

Wenn man Leistungen, die ein Arbeitnehmer erbringt, detailliert kategorisieren und in Kredite umrechnen würde, könnte es funktionieren. Natürlich nur, wenn die gesamte Welt mitspielen würde.

Kredite (credits) = Geld

Der Wert des Kredites errechnet sich aus:

Verantwortungsgrad
Qualität der erbrachten Leistung
Ertrag
Marktauswirkung (Nachfrage)
Verbreitung der angebotenen Leistung (Angebot)
Ethischer Konsens

... So etwas wird es natürlich nur in Perfect-World.com geben.

Die Bank würde in diesem Fall nur noch eine buchhalterische Rolle übernehmen.
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BeitragThema: Re: Geld = Macht -> Wer hat die Hosen an?   Mo Nov 02, 2009 9:09 pm

... wenn die Geschäftsbanken zusammen die Zentralbank stellen, dann haben sie einen Freibrief zum Gelddrucken. Man produziert einfach den benötigten Kapitalbedarf nach aber die Verbindlichkeiten bei Dir, als Kreditnehmer, bleiben.
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BeitragThema: Re: Geld = Macht -> Wer hat die Hosen an?   Di Nov 03, 2009 10:21 am

Glückwunsch! Aus meiner Sicht hast Du den Punkt getroffen. Die Geschäftsbanken sind privat, die Zentralbank aber unter staatlicher Kontrolle.
Idealfall.

Die Geschäftsbanken haben klare Bilanzregeln, die von der Zentralbank kontrolliert werden. Mit der Geldmenge verhält es sich wie in der Physik mit dem Energieerhaltungssatz und da genau muss der Staat die Finger drauf legen.
Und dann und nur dann kann der Staat wirkliche Politik für seine Bürger (was ja eigentlich auch sein Auftrag ist) gestalten.
Wenn heute die FDP von der Wahlaussage zu der Steuerpolitik abweicht (wie es gerade passiert) ist das Wahllüge, Wahlfälschung oder Volksverdummung. Wie wohl muss man da die Rechtmäßigkeit des Wahlergebnisses anzweifeln.
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