Werte Staatsbürger des Freistaates und des Reiches, liebe Freunde, Mitstreiter und Kameraden.
Im Rahmen der Forumsarbeit habe ich die traurige Pflicht Ihnen mitzuteilen, daß unser Staatsrat für Kultur und Bildung zur großen Armee abberufen wurde.
In stiller Trauer und großer Dankbarkeit verneigen wir uns vor dem Verstorbenen.
Im Namen der Landesinnenverwaltung
Mitteilung / Nachruf
rh.
Nach langer, schwerer Krankheit ist
Prof. Dr.
Emil S c h l e e
am 26. Februar in
seiner Wahlheimat im holsteinischen Schwentinental im
gesegneten Alter von 88 Jahren verstorben.
Geboren am 21. Oktober 1922 in Schwerin in Mecklenburg,
war und blieb er sein Leben lang Preuße aus vollem Herzen.
Die Schilderung seines Lebenslaufes, stets ausgerichtet
an preußischen Werten, wäre ein Buch für sich.
In Stichworten: Soldat und Offizier von 1940 – 1944 und
sodann in sowjetischer Kriegsgefangenschaft bis 1949.
Acht mal verwundet, Träger des eisernen Kreuzes 1.
Klasse, des Sturmabzeichens und des Verwundetenabzeichens.
Nach der Heimkehr Studium der Geschichte. Politischen
Wissenschaften, Geographie, Pädagogik, Anthropologie und
Soziologie.
Gymnasiale und universitäre Lehrtätigkeit in Frankfurt,
Offenbach, Mainz und Kiel.
Mitglied des Beirates für innere Führung der Bundeswehr,
Ministerialrat im Kultusministerium von Schleswig-Holstein und
Landesbeauftragter für Vertriebene und Flüchtlinge im Kieler
Sozialministerium.
Von 1989 – 1993 Abgeordneter im Europäischen Parlament
zu Straßburg.
Begehrter Redner, Verfasser zahlreicher Bücher – so
„Deutschland hat Zukunft“ – und dem „Freistaat Preußen“ eng verbunden als
Staatsrat für Kultur und Bildung.
Wir haben dem großen Mann für Vieles zu
danken.
Seiner Witwe wünschen wir Trost im Wissen, daß Emil
Schlee unvergeßlich bleiben wird.
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Heimat kann nur der ermessen, der sie verloren aber nie vergessen!