Hier Alles zu Straßburg
-eine kurze geschichtliche Zusammenfassung-
Gegründet wurde Straßburg 12 v. Chr., als Argentoratum, unter dem römischen Kaiser
Augustus. Das Stadtzentrum von Argentoratum befand sich auf
der Illinsel, dem heutigen Zentrum Straßburgs. Ab dem 4. Jahrhundert war
Straßburg Bischofssitz.
Alamannen, Hunnen und Franken erobern Straßburg im 5. Jh. Das älteste
Dokument, dass Straßburg vermerkt ist das im Jahr 842 "Schwur der
Straßburger Eide"
in Latein, Althochdeutsch und Altfranzösisch. Das Dokument gilt als das
älteste in (alt-) französischer Sprache. Gesprochen wurde in der Stadt und
Region allerdings althochdeutsch.
Straßburg gehört im Mittealter zum
Heiligen Römischen Reich. Ab 1262 ist Straßburg freie Reichsstadt.
Starke Rivalitäten zwischen den Patriziergeschlechter Familie Müllenheim
(aus Müllheim i. Br.) und Familie Zorn. Höhepunkt war das „Geschell der Müllenheim
und Zorn“ (20. Juni 1332). Sieger waren letztendlich die Zünfte.
Pestepidemie (1348–49). 14. Februar 1349 einer der ersten und
größten Pogrome des Mittelalters ( „Valentinstagmassakers“). Es sollen
bis zu 3000 Straßburger XXX öffentlich verbrannt worden sein.
Der Rest wurde ausgewiesen. In Folge war es XXX unter Androhung der
Todesstraffe untersagt sich nach 22 Uhr in der Stadt aufzuhalten.
Ab 1648 suchte Frankreich den Rhein als Grenze zu etablieren. 1681 wird
Straßburg von
König Ludwigs XIV. mitten im Frieden besetzt. Die Inbesitznahme wird
nachträglich im Frieden von Rijswijk (1697) bestätigt.
Auch wenn in Straßburg inoffiziell weiterhin Religionsfreiheit bestand
wurde das Münster durch die französische Obrigkeit rekatholisiert und
Protestanten von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen. Die Stadt blieb
auch wegen ihrer Zollgrenze zu Frankreich (zum Deutschen Reich
existierte keine) kulturell deutsch geprägt.
1870/1871, nach dem deutsch-französischen Krieg und schweren
Kriegsschäden , wurde Straßburg vom Deutschen Reich zu Hauptstadt des
Reichslandes Elsass-Lothringen erhoben. Straßburg
wurde zu einer der wichtigsten Festungen im Westen des Deutschen
Reiches. Der
wirtschaftliche Aufschwung führte jedoch zu einer Meinungsänderung.
Mit Ende des Ersten Weltkrieg erklärte
sich Elsass-Lothringen zur unabhängigen Republik Elsass-Lothringen.
Daraufhin wurde
Straßburg innerhalb kurzer Zeit von französischen Truppen besetzt. Mit
dem Versailler Vertrag (1919) wurde Straßburg französisch. Eine
Bürgerbefragung fand nicht statt.
Mit der "deutschen Invasion in Polen" am 1. September 1939 und der
britisch-französischen Kriegserklärung an Deutschland (3. Sept. 1939)
wurde Straßburg, wie für Grenzstädte jener Zeit üblich evakuiert. Zehn Monate lang
lebten in Straßburg nur die kasernierten Soldaten. Schwere alliierter
Luftangriff auf Straßburg am 11. August 1944. Bis 1944 war Straßburg von der
Wehrmacht besetzt. 1947 wurde die Stadt durch einen Großbrand stark in
Mitleidenschaft gezogen.1950er und 1960 entstehen neue Wohnviertel um
der Wohnungsnot zu begegnen (Baby-Boom“ und Zuwanderung aus Nordafrika).
1949 Straßburg wird Sitz des
Europarats.
1952 Straßburg wird Hauptsitz des Europäischen Parlaments.
Straßburg wird zum Symbol der deutsch-französischen Aussöhnung und
der europäischen Einigung. Straßburg ist nicht französisch oder deutsch
- Straßburg ist elsässisch-französich.
In jüngster Zeit wird über eine Verlegung des Europäischen Parlaments
nach Brüssel diskutiert. Durch den hohen logistischen Aufwand, den der
Umzug (12 mal im Jahr für eine Woche) nach Straßburg erfordert
(Straßburgwoche) und den geschätzten Kosten von 200 Mio. Euro pro Jahr
wurden verschiedene Resolutionen verabschiedete. Eine Sitzverlegung
benötigt allerdings die Zustimmung aller Mitgliedstaaten. Und wie so
häufig in der EU stehen einer Entscheidung die Interessen einzelner
Staaten gegenüber - in diesem Fall ist es Frankreich das sich
verständlicherweise sträubt.
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"Gerechtigkeit ist dort, wo Recht ist!"